Link zum Dokument: www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD18-16526.pdf
Zusammenfassung der Anfrage:
Die Kleine Anfrage thematisiert die Bedeutung der Fusionsenergie als zukunftsträchtige, saubere und nahezu unbegrenzt verfügbare Energiequelle. Sie verweist auf die Hightech-Agenda der Bundesregierung, die Fusionsforschung als Schlüsseltechnologie fördert und den Bau des weltweit ersten Fusionskraftwerks in Deutschland anstrebt. Während andere Bundesländer eine Fusionsallianz gegründet haben, ist Nordrhein-Westfalen bislang nicht beteiligt, obwohl es mit Forschungseinrichtungen wie dem Forschungszentrum Jülich und einer starken Industrie gute Voraussetzungen besitzt. Die Landesregierung sieht sich gut positioniert, die bundesweiten Initiativen zu unterstützen, bewertet die vorhandenen Forschungs- und Industriekompetenzen als stark und prüft Unterstützung für Antragsteller im Bereich Fusionsenergie einzelfallbezogen. Ein aktiver Beitritt zur Fusionsallianz der anderen Bundesländer wird derzeit nicht angestrebt, da die nordrhein-westfälischen Forschungseinrichtungen eigenständig und international gut vernetzt sind.
Zusammenfassung der Antwort:
Die Landesregierung Nordrhein-Westfalens erkennt die Hightech-Agenda des Bundes als wichtigen Impuls für die Fusionsforschung an und plant, Wissenschaft und Unternehmen im Land bestmöglich zu unterstützen, ohne parallele Strukturen zum Bund aufzubauen. Nordrhein-Westfalen verfügt mit dem Forschungszentrum Jülich, dem Fraunhofer-Institut für Lasertechnik in Aachen sowie mehreren Universitäten über starke Forschungs- und Industriekompetenzen im Bereich der Kernfusion. Konkrete Zahlen zu eingereichten Projektskizzen liegen der Landesregierung nicht vor, und Unterstützung bei der Antragstellung wird fallbezogen geprüft. Ein aktiver Beitritt zur Fusionsallianz der anderen Bundesländer wird derzeit nicht angestrebt, da die Forschungseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen eigenständig und gut vernetzt agieren.