Hochschulvereinbarung um zwei Jahre verlängert – doch Schwarz-Grün sägt ab 1. Januar 2026 an der Grundfinanzierung

Kurz vor Jah­res­en­de ver­län­gert die Lan­des­re­gie­rung die Hoch­schul­ver­ein­ba­rung ledig­lich bis 2028, also nur um zwei Jah­re. Gleich­zei­tig ist der Lan­des­haus­halt 2026 in die­ser Woche ver­ab­schie­det wor­den – inklu­si­ve 120 Mil­lio­nen Euro Kür­zun­gen bei der Hoch­schul-Grund­fi­nan­zie­rung, die die Hoch­schu­len teil­wei­se über Rück­la­gen kom­pen­sie­ren sollen.

Dazu erklärt Ange­la Frei­muth, wis­sen­schafts­po­li­ti­sche Spre­che­rin der FDP-Land­tags­frak­ti­on NRW:

„Nord­rhein-West­fa­lens Hoch­schu­len sind Leucht­tür­me für her­vor­ra­gen­de For­schung, star­ke Leh­re und eine Hoch­schul­au­to­no­mie, die Fort­schritt erst mög­lich macht. Umso kla­rer ist aber auch: Pla­nungs­si­cher­heit sieht anders aus, wenn eine Ver­ein­ba­rung, die zuletzt für fünf Jah­re galt, nun nur noch um zwei Jah­re ver­län­gert wird – und das aus­ge­rech­net, wäh­rend bereits zum 1. Janu­ar 2026die mas­si­ven Kür­zun­gen greifen.

Vor dem Hin­ter­grund der Kür­zun­gen hat­ten die Hoch­schu­len kei­ne ande­re Wahl, als der Ver­län­ge­rung zuzu­stim­men. Denn immer­hin garan­tiert die Ver­län­ge­rung die Über­nah­me von Tarif­stei­ge­run­gen und Kos­ten­stei­ge­run­gen bei Sach- und Inves­ti­ti­ons­mit­teln. CDU und Grü­ne aber haben ihr Wort gebro­chen: 2021 haben Lan­des­re­gie­rung und Hoch­schul­lei­tun­gen fest­ge­hal­ten, dass die Hoch­schu­len bis ein­schließ­lich 2026 ‚von haus­halts­wirt­schaft­li­chen Ein­spa­run­gen, ins­be­son­de­re von glo­ba­len Min­der­aus­ga­ben und Aus­ga­ben­sper­ren, aus­ge­nom­men‘ blei­ben. Genau das gilt jetzt nicht mehr, wenn 120 Mil­lio­nen Euro aus der Grund­fi­nan­zie­rung her­aus­ge­schnit­ten werden.

Und auch wenn das Land die Rück­la­gen nicht mehr direkt ein­kas­siert: Die Lan­des­re­gie­rung erwar­tet aus­drück­lich, dass die Hoch­schu­len dar­aus die jähr­li­chen Ein­spa­run­gen abpuf­fern. Man lobt die Exzel­lenz – und dreht gleich­zei­tig an der Spar­schrau­be. Wir Freie Demo­kra­ten wol­len Ver­läss­lich­keit durch eine mehr­jäh­ri­ge Hoch­schul­ver­ein­ba­rung mit ech­ter Pla­nungs­si­cher­heit und eine sta­bi­le Grund­fi­nan­zie­rung ohne Kür­zungs- und Sperr­ku­lis­se, damit unse­re Hoch­schu­len ihre Auto­no­mie nicht im Kri­sen­mo­dus ver­wal­ten, son­dern Zukunft gestal­ten können.“

© document.getElementById('copyright').appendChild(document.createTextNode(new Date().getFullYear())) Angela Freimuth

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