Digitale Unabhängigkeit: Wie bewertet die Landesregierung die digitale Souveränität ihrer IT?

Klei­ne Anfra­ge von Ange­la Frei­muth, Mar­cel Hafke

Link zum Doku­ment: www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD18-17822.pdf

Zusam­men­fas­sung der Anfrage:

„Die Klei­ne Anfra­ge 7213 der Abge­ord­ne­ten Ange­la Frei­muth und Mar­cel Haf­ke (FDP) the­ma­ti­siert die digi­ta­le Sou­ve­rä­ni­tät staat­li­cher IT-Sys­te­me vor dem Hin­ter­grund geo­po­li­ti­scher Abhän­gig­kei­ten. Sie ver­weist auf den von der Stadt Mün­chen ent­wi­ckel­ten Score für Digi­ta­le Sou­ve­rä­ni­tät (SDS), ein Instru­ment zur sys­te­ma­ti­schen und mess­ba­ren Bewer­tung von IT-Abhän­gig­kei­ten, das ver­schie­de­ne Kri­te­ri­en wie Ven­dor-Lock-in, aus­län­di­sche Juris­dik­tio­nen und offe­ne Stan­dards berück­sich­tigt. Die Anfra­ge rich­tet fünf Fra­gen an die Lan­des­re­gie­rung Nord­rhein-West­fa­len zur Bewer­tung die­ses Scores, zum Vor­han­den­sein eige­ner Bewer­tungs­sys­te­me, zur digi­ta­len Sou­ve­rä­ni­tät der Lan­des-IT, zur Unab­hän­gig­keit von Anbie­tern und aus­län­di­schen Rechts­räu­men sowie zum Ände­rungs­be­darf im Ver­ga­be­recht zur Stär­kung der digi­ta­len Sou­ve­rä­ni­tät. Die Lan­des­re­gie­rung bewer­tet den Münch­ner Score als initia­les Instru­ment, das noch wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den muss, und ver­fügt selbst über kein for­ma­li­sier­tes Score-Modell. Statt­des­sen wer­den Aspek­te der digi­ta­len Sou­ve­rä­ni­tät sys­te­ma­tisch in Bedarfs­er­mitt­lun­gen, Archi­tek­tur­vor­ga­ben, Wirt­schaft­lich­keits­be­trach­tun­gen und Ver­ga­be­ent­schei­dun­gen berück­sich­tigt. Eine umfas­sen­de Bewer­tung der Lan­des-IT nach dem Münch­ner Score ist auf­grund der Kom­ple­xi­tät und Zeit­be­gren­zung nicht mög­lich. Die digi­ta­le Sou­ve­rä­ni­tät wird als stra­te­gisch wich­tig ange­se­hen und als inte­gra­ler Bestand­teil einer siche­ren und wirt­schaft­li­chen IT-Infra­struk­tur ver­stan­den. Zum Ver­ga­be­recht ver­weist die Lan­des­re­gie­rung auf frü­he­re Aus­künf­te (Klei­ne Anfra­ge 5812).”

Zusam­men­fas­sung der Antwort:

Die Lan­des­re­gie­rung bewer­tet den von der Stadt Mün­chen ent­wi­ckel­ten Score für Digi­ta­le Sou­ve­rä­ni­tät als ein initia­les Instru­ment, das der­zeit noch wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den muss und daher noch kei­ne vali­de Bewer­tung erlaubt. Ein eige­nes for­ma­les Bewer­tungs­sys­tem zur Mes­sung der digi­ta­len Sou­ve­rä­ni­tät in den Minis­te­ri­en und Behör­den Nord­rhein-West­fa­lens exis­tiert nicht, jedoch wer­den rele­van­te Aspek­te wie Inter­ope­ra­bi­li­tät, Wech­sel­fä­hig­keit, Anbie­ter­un­ab­hän­gig­keit, IT-Sicher­heit und Daten­schutz sys­te­ma­tisch in Ent­schei­dungs­pro­zes­se ein­be­zo­gen. Eine kon­kre­te Anwen­dung des Münch­ner Scores auf die IT der Lan­des­re­gie­rung wur­de auf­grund der Kom­ple­xi­tät und Zeit­be­schrän­kung nicht durch­ge­führt. Die digi­ta­le Sou­ve­rä­ni­tät wird von der Lan­des­re­gie­rung als stra­te­gisch wich­tig ange­se­hen und als Teil einer siche­ren und wirt­schaft­li­chen IT-Infra­struk­tur ver­stan­den. Zum The­ma Ver­ga­be­recht ver­weist die Lan­des­re­gie­rung auf eine frü­he­re Ant­wort (Druck­sa­che 1814995) für Details zu Änderungsbedarf.

© document.getElementById('copyright').appendChild(document.createTextNode(new Date().getFullYear())) Angela Freimuth

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